WOLFF & MÜLLER ENERGY
KW 47/2022

TOP 2: Preisbremsen bis zum Frühjahr 2024

Gas-/Wärmepreisbremse

1) Anspruch für

Privat, Wohnungswirtschaft, klein- und mittelständische Unternehmen bis 1,5 GWh, zugelassene Pflege-, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, staatliche, staatlich anerkannte oder gemeinnützige Einrichtungen des Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsbereichs sowie Werkstätten für Menschen mit Behinderungen oder anderer Leistungsanbieter. Kindertagesstätten und andere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Leistungserbringer der Eingliederungshilfe sowie bestimmte weitere Bildungseinrichtungen

  • Gesetz über die Dezember-Soforthilfe: Staat übernimmt einmalig die Abschlagszahlung für den Dezember 2022 aller Gas- & Wärmekunden mit Standartlastprofil sowie Registrierende Leistungsmessung der Anspruchsträger. Verzicht der Versorger auf Erhebung der Abschlagszahlung auf Basis von September 2022 mit Erstattung der Abschlagszahlung durch den Staat an die Versorger zum 01.12.

Sonderregelung für Mieter: Möglichkeit der Zurückhaltung eines Teils der Betriebskostenabrechnung für Dezember 2022

  • Kompensationsmodell ab spätestens März 2023 mit Übernahme der Januar- und Februarzahlungen à Zahlung eines subventionierten Endkundenpreis inkl. Abgaben, Steuern & Netzentgelte von 12 ct/kWh in Höhe von 80 % der prognostizierten Wirkarbeit, darüber hinaus sollen die marktüblichen Konditionen gelten. Für den Wärmebezug liegt der subventionierte Endkundenpreis bei 9,5 ct/kWh in Höhe von 80 % der prognostizierten Wirkarbeit, analog zur Gas-Kompensationsmodell.

Bemessungsgrundlage ist die Abschlagszahlung im September 2022.

2) Anspruch für Industrieunternehmen

  • Beginn der Hilfen: Januar 2023
  • Kompensationsmodell à Zahlung eines subventionierten reinen Energiepreises exkl. Abgaben, Steuern & Netzentgelte von 7 ct/kWh in Höhe von 70 % der prognostizierten Wirkarbeit, darüber hinaus sollen die marktüblichen Konditionen gelten
  • Bemessungsgrundlage soll die Wirkarbeitsmenge von 2021 sein
  • Mögliche Problematik: Konflikt mit dem EU-Beihilferecht


3) Die Finanzierung erfolgt über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF).

Strompreisbremse

1) Anspruch für

  • Privat, Wohnungswirtschaft, Gewerbe, klein- und mittelständische Unternehmen
  • Beginn der Hilfen: Januar 2023
  • Kompensationsmodell ab Januar 2023 à Zahlung eines subventionierten Endkundenpreis inkl. Abgaben, Steuern & Netzentgelte von 40 ct/kWh in Höhe von 80 % der prognostizierten Wirkarbeit, darüber hinaus sollen die marktüblichen Konditionen gelten.

2) Anspruch für Industrieunternehmen

  • Beginn der Hilfen: Januar 2023
  • Kompensationsmodell à Zahlung eines subventionierten reinen Energiepreises exkl. Abgaben, Steuern & Netzentgelte von 13 ct/kWh in Höhe von 70 % der prognostizierten Wirkarbeit, darüber hinaus sollen die marktüblichen Konditionen gelten
  • Bemessungsgrundlage soll die Wirkarbeitsmenge von 2021 sein

3) Dämpfung des Anstiegs der Netznutzungsentgelte für Strom soll ebenfalls auf den gesetzlichen Weg gebracht werden.

4) Die Finanzierung erfolgt über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) sowie durch die Gewinnabschöpfung bei den Stromerzeugern.


In den kommenden Wochen werden die Kompensationsmodelle der Gas-/Wärme- und Strompreisbremse gesetzlich beschlossen. Hierbei wird eine genaue Definition der anspruchsberechtigten Industrieunternehmen erwartet, da aktuell von 25.000 Unternehmen gesprochen wird.

Offen ist aktuell für die Energieversorgungsunternehmen die technische Umsetzung der bereits beschlossenen und geplanten Gesetze sowie der Umgang mit den bereits beschafften Energiemengen oberhalb der Konditionen der Kompensationsmodelle.



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