WOLFF & MÜLLER ENERGY
KW 2/2023

TOP 3:
2023: Wir wagen einen Blick in die Zukunft

Die Antwort auf die Frage, was nach dem turbulenten Jahr an den Energiemärkten bleibt, ist eindeutig: Neue Rekordstände beim Strom- und Gaspreis, weitere Belastungen von Letztverbrauchern durch die Einführung weiterer Umlagen sowie bestehende geopolitische und regulatorische Unsicherheiten im Hinblick auf die zukünftige Versorgungssicherheit Europas.

Die Frage, was perspektivisch noch kommen wird, lässt sich vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Dynamik, dem sukzessiven Rückbau von deutschen Kohlekraftwerken, einem zeitlich befristeten Streckbetrieb von Atomkraftwerken, sowie dem stockenden Ausbau von erneuerbaren Energien derzeit nicht vollumfänglich beantworten.

Kurzfristig kann davon ausgegangen werden, dass sich die Kontrakte der kurzen Frist, hier: Monatskontrakte des 1. Quartals des Jahres 2023, zunehmend stabilisieren und an Volatilität verlieren. Des Weiteren sorgen die aktuell milden Temperaturbedingungen, die Umsetzung von dezidierten Energiesparmaßnahmen sowie ein leichter Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 für einen reduzierten Energieverbrauch.

Vor diesem Hintergrund kann laut Marktteilnehmern davon ausgegangen werden, dass in Bezug auf das Medium Gas, welches einen unmittelbar preisbestimmenden Einfluss auf die Entwicklung des Strompreises hat, eine hinreichende Befüllung der Gasspeicher vor dem Winter 2023/2024 wahrscheinlich ist. Gleichwohl lassen sich die Risiken eines vollständigen Ausfalls russischer Gaslieferungen sowie reduzierten LNG-Lieferungen nach Europa nicht ganzheitlich ausräumen.

Risikominimierung im unsicheren Marktumfeld – Eigenerzeugung und Power Purchase Agreements

Die vorherrschende Unsicherheit und Volatilität an den Energiemärkten setzt insbesondere produzierende Unternehmen einem zunehmenden Handlungsdruck aus. Alternative, langfristige und dezentral strukturierte Beschaffungsalternativen gewinnen im Zeichen steigender Börsenpreise sowie gestiegener Nachhaltigkeitsanforderungen für produzierende Unternehmen zunehmend an Relevanz.

Die Eigenerzeugung notwendiger Strommengen durch Photovoltaik- und Windenergieanlagen sowie Blockheizkraftwerke (BHKW) liegt dahingehend nahe, formuliert aber auch neue Anforderungen an eine veränderte Make-or-Buy-Ration der Unternehmen sowie eine adäquate Flächenverfügbarkeit.

Wer keine eigene Fläche zur Bebauung besitzt, hat auch ohne physische Anbindung an eine Erneuerbare-Energien-Anlage die Möglichkeit in Rahmen von Off-Site-Power Purchase Agreement-Verträgen – damit sind bilaterale Energielieferverträge zwischen Anlagenbetreiber und Letztverbraucher gemeint – sich, zumindest anteilig, von den konventionellen Märkten zu entkoppeln. Diese Form einer risikoärmeren sowie diversifizierten Strombeschaffung zunehmend an Bedeutung und kann perspektivisch einen wichtigen Bestandteil im Energieeinkauf der Zukunft markieren.

Wo auch immer sich Chancen und Individualisierungsmöglichkeiten bei Beschaffungsvorhaben ergeben, sind die Herausforderungen zu identifizieren und Risiken abzuwägen – wir unterstützen Sie gerne dabei.


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