WOLFF & MÜLLER ENERGY
News 4 | 02/2024

Änderungen zum Jahresbeginn

Strompreisbremse 2023 – Rückwirkende Anpassung der Entlastungsbeträge

Hintergrund für diese Anpassung ist die nachträgliche Änderung des Strompreisbremsengesetz (StromPBG). Dies soll für einen Ausgleich sorgen zwischen Stromverträgen mit fixen und variablen Preisen und dadurch sicherstellen, dass SPOT-Vertragskunden gegenüber Festverträgen keinen Vorteil erhalten.

Gemäß §49 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 + 2 StromPBG ist es korrekt, dass Letztverbrauchern als Entlastung für die Monate Januar 2023 und Februar 2023 nur pauschal der für den Monat März berechnete Entlastungsbetrag gewährt wird.

Letztverbraucher, die im Jahr 2023 einen SPOT-Vertrag abgeschlossen haben und für Januar und Februar aufgrund von SPOT-Konditionen > 13 ct/kWh eine Entlastung erhalten haben, müssen daher damit rechnen, dass die Entlastungsbeträge zurückgefordert werden. Dies gilt sofern die jeweilige SPOT-Kondition im März 2023 < 13 ct/kWh lag.

  • Unternehmen sollten daher ihr Erstattungen prüfen und ggf. Rückstellungen bilden.

Netzentgelte 2024 – Teilweise > 50 % Erhöhung!

Entgelte für den Betrieb der Stromübertragungsnetze werden deutlich angehoben. Dies bedingt die Entscheidung der Ampelregierung bezüglich des Haushalts.

Ein erheblicher Kostenfaktor sind die Aufwendungen für den Ausbau des bestehenden Netzes. Der im Juni 2023 veröffentlichte Netzentwicklungsplan der Bundesnetzagentur beziffert diese Ausgaben auf 313,6 Milliarden Euro bis zum Jahr 2045, wobei die Netzanbindung der Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee inbegriffen ist.

Die Notwendigkeit für diesen Aus- und Umbau ergibt sich aus dem grundlegenden Wandel des Stromversorgungssystems. Die Stromerzeugung verlagert sich zunehmend in die Regionen im Norden und Nordosten des Landes, wo die Bedingungen für Windkraftanlagen am günstigsten sind. Im Gegensatz dazu liegen die Verbrauchszentren weiter im Süden und Westen. Dies erfordert den Bau von sogenannten 'Stromautobahnen' in Form von Hochspannungsgleichstromübertragungsleitungen (HGÜ) von Nord- nach Süddeutschland. Zudem müssen bestehende Leitungen verstärkt und technisch optimiert werden.

  • Stromerzeugung Vorort gewinnt dadurch deutlich an wirtschaftlicher Attraktivität.

Fristen 2024:


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