WOLFF & MÜLLER ENERGY
KW 50/2022

TOP 1: Energiemärkte -
Aktuelle Entwicklungen am Strom- & Gasmarkt.

Entwicklung der Großhandelspreise für Strom an der EEX.
(Schlusskurs Base EEX German Power Future – Stand 15.12.2022)

Preis in €/MWh Entwicklung zur Vorwoche (07.12.2022)

Lieferjahr 2023: 324,82 ↓
Lieferjahr 2024: 259,64 ↓
Lieferjahr 2025: 175,50 ↓
Lieferjahr 2026: 135,75 ↓

Entwicklung der Großhandelspreise für Gas

(Schlusskurs EEX THE EGSI – Stand 15.12.2022)

Preis in €/MWh Entwicklung zur Vorwoche (07.12.2022):

Lieferjahr 2023: 135,75 ↓
Lieferjahr 2024: 108,44 ↓
Lieferjahr 2025: 72,90 ↓
Lieferjahr 2026: 43,55 ↓

Strom

Der Terminmarkt startete mit einem deutlichen Abschwung zur Vorwoche in die KW 49 aufgrund der guten Versorgungslage mit Kohle und auch den weiterhin gut gefüllten Gasspeicher mit einer geringeren Ausspeisung als geplant. Dies machte sich vor allem bei dem Frontmonat und Frontquartal bemerkbar und zog das Cal-23 mit nach unten. Der Markt erholte sich im Verlauf der Woche und schloß mit 3 % Zuwachs zur Vorwoche ab. Die Unsicherheiten der Gaslage für den kommenden Winter machten sich besonders bei Cal-24 bemerkbar, welches um knapp 12 % im Wochenverlauf im Vergleich zum Freitag der Vorwoche anzog.

Die Kaltwetterfront und wenig Wind sorgten in der KW 49 für einen weiteren Anstieg am Spotmarkt, jedoch mit ca. 2,50 % nicht so drastisch wie in der Vorwoche, da die Inbetriebnahme von weiteren französischen Kraftwerken aus der Revision zu einer entspannteren Verfügbarkeitslage am deutschen Markt gesorgt hat.

Gas

Analog zum Strom startete der Terminmarkt schwächer in die KW 49 und bewegte sich im Wochenverlauf moderat nach oben im Cal-23. Die sinkenden Temperaturen und die damit verbundene Ausspeisung zu Heizzwecken werden gedämpft durch das weiterhin hohe LNG-Aufkommen. Dem abgeschlossenen LNG-Vertrag mit Katar für eine Teilmenge des deutschen Gasbedarf wird zudem eine positive Wirkung auf den Markt als Gegenspieler zu den Gasspeicherständen für die nachfolgenden Winter zugesprochen.

Im Spotmarkt zog der Markt aufgrund der Kältewelle mit unterdurchschnittlichen Temperaturen ebenfalls nur moderat nach oben. Gut gefüllte Speicher als Angebot und eine geringe Nachfrage im Vergleich zu den Vorjahren im Gegenzug sorgte für einen Anstieg von nur 5 %.

CO2-Emissionshandel

Die wieder steigende Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern zeigt weiterhin den Zertifikatmarkt Richtung der Marke von 90 €/t. Die unterdurchschnittliche Temperatur und wenig erneuerbare Energien lassen hier keine Entspannung sichtbar werden und verknappt den Markt zusätzlich.

Kohle und Erdöl

Die volatile Bewegung am Kohle-Termin-Markt setzt sich in der KW 49 weiter fort. Die Tendenz zeigt in Gänze einen Abschwung, der sich zum Wochenstart der KW 50 weiter fortsetzt. Auch wenn die Verstromung von fossilen Energieträgern aufgrund der Temperatur zunimmt, ist die Lagersituation von Kohle weltweit nicht so stark gesunken, wie von Analysten vermutet.

Gegensätzlich war die Bewegung am Erdölmarkt – der Preis hat sich im Wochenlauf deutlich nach oben bewegt und zeigt diesen Trend auch Anfang der KW 50. Ein Indikator dafür ist der Stau von Erdöltankern im Bosporus nach den Preisdeckel für russisches Öl und den dadurch entstandenen Auswirkungen bei der weltweiten Nachfrage nach Öl.

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