WOLFF & MÜLLER ENERGY
KW 4/2023

TOP 1: Energiemärkte -
Aktuelle Entwicklungen am Strom- & Gasmarkt.

Entwicklung der Großhandelspreise für Strom an der EEX.
(Schlusskurs Base EEX German Power Future – Stand 25.01.2023)

Preis in €/MWh Entwicklung zur Vorwoche (18.01.2023)

Lieferjahr 2024: 165,79 ↓
Lieferjahr 2025: 130,25 ↓
Lieferjahr 2026: 113,52 ↓
Lieferjahr 2027: 109,00 ↓

Entwicklung der Großhandelspreise für Gas

(Schlusskurs EEX THE EGSI – Stand 25.01.2023)

Preis in €/MWh Entwicklung zur Vorwoche (18.01.2023):

Lieferjahr 2024: 62,67 ↓
Lieferjahr 2025: 50,83 ↓
Lieferjahr 2026: 38,75 ↓
Lieferjahr 2027: 37,46 ↓

Strom

Die Future-Kontrakte am Terminmarkt bewegten sich in der KW 3 durch das Marktumfeld steigend. Der steigende Gasmarkt und der CO2-Leitkontrakt zerrten den Strommarkt im Cal-24, gepaart mit einer sehr hohen Nachfrage, im Vergleich zur Vorwoche um 11 % nach oben.

Auch am Spotmarkt entwickelten sich die Preise im Vergleich zur Vorwoche nach oben. Starke Auswirkungen für die Verdoppelung im kurzfristigen Handel haben reduzierte Einspeisemengen aus Erneuerbaren Energien in der KW 3.

Gas

Die aktuell hohen Gasspeicherfüllstände sorgten auf kurze Sicht für einen weiteren leichten Abschwung im SPOT-Markt um durchschnittlich ca. 7 % im Vergleich zur Vorwoche.

Der Terminmarkt hingegen reagierte u.a. beim Cal-24 mit steigender Tendenz. Grund hierfür sind die Temperaturprognosen für die nächsten Wochen verbunden mit einer möglichen größeren Gasausspeicherung. Damit einhergehend kann sich das Preisrisiko der Gasspeicherbefüllung für den kommenden Winter 2023/2024 erhöhen.

CO2-Emissionshandel

Nach den Verlusten der Vorwochen, setzte am Zertifikate-Markt, u.a. getrieben durch höhere Notierungen am Strom-, Gas-, und Kohlemarkt, eine Gegenbewegung ein. Das derzeit geringere Einspeiseniveau Erneuerbarer-Energien-Anlagen liefert weitere markttechnische Kaufargumente.

Darüber hinaus halten angesetzte Abstimmungen über die wesentlichen Inhalte zur Reform des EU-Emissionshandels weiteres antizipiertes Preissteigerungspotential bereit. Es wird derzeit davon ausgegangen, dass das EU-Parlament im Februar in diesem Kontext über weitere Empfehlungen abstimmen wird. Relevante Abstimmungsaspekte, wie der Maßstab zur Zuteilung von kostenlosen Zertifikaten oder der Einbezug der Seeschifffahrt in das CO2-Handelssystem, können in der zukünftigen Preisentwicklung Berücksichtigung finden, so Analysten.

Kohle und Erdöl

Der Kohlemarkt bewegt sich aktuell in einem Umfeld eines milden Temperaturniveaus und hinreichend auskömmlichen Fülllagerständen. Marktseitig kann jedoch vernommen werden, dass der Versuch unternommen die Verfügbarkeit von Kohle für die nächste Wintersaison kontinuierlich hochzuhalten, um im Bedarfsfall handlungsfähig zu sein – dies könnte die Preise wieder unterstützen.

Am Ölmarkt setzte sich der allgemeine Aufwärtstrend aus der Vorwoche weiter fort, fielen jedoch geringer aus als noch in der Vorwoche. An den Haupteinflussfaktoren hat sich nichts verändert: ein starker Dollarkurs sowie eine wiedererstarkende chinesische Wirtschaft sorgen für die notwendige Unterstützung.

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