WOLFF & MÜLLER ENERGY
KW 49/2023

TOP 1: Energiemärkte -
Aktuelle Entwicklungen am Strom- & Gasmarkt.

Entwicklung der Großhandelspreise für Strom.
(Schlusskurs Peak EEX German Power Future –

Stand: 05.12.2023)

Preis in €/MWh Entwicklung zur Vorwoche (28.11.2023)

Lieferjahr 2024: 112,00 ↓
Lieferjahr 2025: 112,00 ↓
Lieferjahr 2026: 106,83 ↓
Lieferjahr 2027: 102,50 ↓

Entwicklung der Großhandelspreise für Gas.
(Schlusskurs EEX THE EGSI –

Stand: 05.12.2023)

Preis in €/MWh Entwicklung zur Vorwoche (28.11.2023)

Lieferjahr 2024: 39,81 ↓
Lieferjahr 2025: 40,15 ↓
Lieferjahr 2026: 35,66 ↓
Lieferjahr 2027: 30,87 ↓

Terminmarkt

Strom

Durch die Bank hinweg mit Abgaben hat sich der Stromterminmarkt in der KW 48 entwickelt. Vor allem zu Beginn der Woche gab es einen deutlichen Abwärtstrend, da das reichliche Gasangebot sowie die nachlassenden Befürchtungen über den Nahostkonflikt den gesamten Energiekomplex unter Druck setzen. Dadurch konnte der niedrigste Preis seit November 2021 erreicht werden. Marktteilnehmern zur Folge könnte es noch weiteres Abwärtspotential bis Jahresende geben, wenn sich die Wettervorhersagen mit milden Temperaturen ab Mitte Dezember bestätigen.

Gas

Auch im Gas kam es in der KW 48 zu teilweise deutlichen Abgaben im Terminmarkt. Das liegt vor allem daran, dass die Ausspeicherungen trotz den aktuell kühleren Temperaturen geringer als erwartet ausfallen. Dagegen ist das Angebot weiterhin sehr hoch und die Gasspeicher weiterhin nahezu vollständig gefüllt. Auch die Flussrate von norwegischem Gas nach Deutschland zeigt sich stabil.

Spotmarkt

Strom

Im Vergleich zum Terminmarkt zeigten sich beim kurzfristigen Handel (Day-Ahead Auktion) die niedrigeren Temperaturen deutlicher. Hier gab es im Vergleich zur Vorwoche einen deutlichen Anstieg der Preise, bedingt durch eine höhere Nachfrage sowie eine geringere Windeinspeisung. Wenn sich die milden Temperaturaussichten zum Mitte Dezember bestätigen, kann hier wieder mit günstigeren Preisen gerechnet werden.

Gas

Der kurzfristige Handel im Gas hat dagegen den kälteren Temperaturen getrotzt und zeigt auch hier im Wochenvergleich ein niedrigeres Preisniveau. Ein zentraler Faktor, vor allem auch für die weitere Preisentwicklung im Januar 2024, kann der schrittweise Verkauf von 37 TWh Gas durch den Gasmarktgebietsmanager THE sein. Im Zuge der Energiekrise wurde diese Menge eingespeichert, muss nun aber gemäß Speichergesetz schrittweise verkauft werden.

Marktumfeld

CO2-Emissionshandel

Der CO2-Markt befindet sich weiterhin im Abwärtstrend. Bedingt durch sinkende Gaspreise und den Zusammenbruch technischer Unterstützungen konnte ein Ein-Jahrestief erreicht werden. Diese Entwicklung, trotz der aktuellen Kältewelle, deutet auf ein historisch niedriges Nachfrageniveau. Allerdings konnten sich die Preise zum Ende der Woche etwas erholen, was an der Ausweitung der Short-Positionen von Investmentfonds am CO2-Markt liegt. In Folge der günstigen Preise können zum Ende des Jahres mit einigen Compliance-Käufen gerechnet und die Preise damit stabilisiert werden.

Kohle und Erdöl

Das Preisniveau am Kohlemarkt hat sich über die gesamte Woche zwar volatil, aber im Wochenvergleich stabil gezeigt. Für Abwärtsimpulse sorgen die niedrigen Gaspreise sowie ein reichliches Angebot am europäischen Markt. Demgegenüber hält die saisonale Nachfrage den Abwärtstrend in Grenzen. Zudem haben Hafenblockaden durch Demonstranten, am weltweit größten Kohlehafen in Australien, für eine zwischenzeitliche Gegenbewegung gesorgt.

Beim Ölmarkt fehlen weiterhin die klaren Impulse, da die Sorgen um den Nahostkonflikt weiter nachlassen. In der Folge bewegten sich die Preise mit dem Marktumfeld leicht nach unten. Zudem gab es Zweifel an der Einigung auf zusätzliche Förderkürzungen durch die OPEC+, da es in der offiziellen Mitteilung des OPEC+-Treffens keinen Hinweis darauf gab.

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