WOLFF & MÜLLER ENERGY
KW 49/2022

TOP 1: Energiemärkte -
Aktuelle Entwicklungen am Strom- & Gasmarkt.

Entwicklung der Großhandelspreise für Strom an der EEX.
(Schlusskurs Base EEX German Power Future – Stand 07.12.2022)

Preis in €/MWh Entwicklung zur Vorwoche (30.11.2022)

Lieferjahr 2023: 393,50 ↑
Lieferjahr 2024: 290,00 ↑
Lieferjahr 2025: 191,13 ↑
Lieferjahr 2026: 138,00 ↓

Entwicklung der Großhandelspreise für Gas

(Schlusskurs EEX THE EGSI – Stand 07.12.2022)

Preis in €/MWh Entwicklung zur Vorwoche (30.11.2022):

Lieferjahr 2023: 150,77 ↑
Lieferjahr 2024: 112,62 ↑
Lieferjahr 2025: 76,03 ↑
Lieferjahr 2026: 44,79 ↑

Strom

Sehr volatil, aber mit klar steigender Tendenz, zeigt sich der Terminmarkt in der KW 48. Vor allem die kurzfristigen Jahreskontrakte Cal-23 und Cal-24 reagieren auf die zunehmend milderen Witterungsbedingungen. Zudem sorgen besorgniserregende Nachrichten aus Frankreich für weitere Unruhen im Energiemarkt. Aufgrund Mängel und Wartungsarbeiten an den französischen Atomkraftwerken kommt es zu Engpässen. Dabei droht in den Wintermonaten der Stromverbrauch das Angebot zu übersteigen, wodurch in Frankreich mit Stromausfällen gerechnet wird.

Zum Start der KW 49 setzt sich dadurch der Aufwärtstrend, mit Ausnahme des Cal-26, durch die Bank hinweg noch stärker fort.

Dieselben Nachrichten sowie die milden Witterungsbedingungen sorgen auch im kurzfristigen Handel (Spotmarkt, Day-Ahead) für einen deutlichen Anstieg der Preise. Die KW 48 schloss dabei im Vergleich zur Vorwoche mit ca. 54 % höheren Preisen ab.

Gas

Etwas mäßiger zeigen sich die Preissteigerungen im Terminmarkt beim Gas. Trotz der erwarteten Kältewelle in Europa, die einen klar preistreibenden Faktor darstellt, sind die Zugewinne für alle Jahreskontrakte von Cal-23 bis Cal-26 eher moderat. Dafür sorgt sowohl das hohe LNG-Aufkommen als auch die komfortablen Speicherstände. Zudem berichtet die Bundesnetzagentur, dass der Gasverbrauch weiterhin etwa 21 % unter dem der Vorjahre liegt und damit immer noch knapp über dem Ziel von 20 %, welches die Bundesnetzagentur als Voraussetzung gegeben hat, um einen Gasmangel im Winter zu verhindern.

Der Beginn der kalten Wintermonate sorgt üblicherweise für einen deutlichen Nachfrageanstieg im Gas und damit auch für einen Preisanstieg vor allem im Spotmarkt. Der Preisanstieg von etwa 12 % in der KW 48 im Vergleich zur Vorwoche kann zudem auf ungeplante Wartungsarbeiten an einer Gasaufbereitungsanlage in Norwegen infolge eines Brands zurückgeführt werden.

CO2-Emissionshandel

Der Zertifikatmarkt setzt ebenfalls seinen Aufwärtstrend fort und nähert sich weiter der Marke von 90 €/t an. Dabei reagiert der CO2-Emissionshandel hauptsächlich auf die Entwicklungen im Marktumfeld. Darüber hinaus profitieren die Kontrakte von den niedrigen Temperaturen, die zu einer steigenden Nachfrage nach fossilen Energieträgern führen. Laut Analysten ist die kalte Witterung auch weiterhin ein zentraler Faktor für eine steigende Tendenz am Zertifikatsmarkt.

Kohle und Erdöl

Die Notierungen am Kohle-Termin-Markt zeigten eine enorme Volatilität in der KW 48. Nach einem Hoch zur Wochenmitte von über 280 $/t, kam es zum Ende der Woche sowie auch zum Start der KW 49 zu deutlichen Abgaben. Händler nannten dabei als Gründe für diese Marktbewegung die zunächst steigende kurzfristige Nachfrage für die Stromerzeugung, der aber durch Auffüllung der Lagerbestände entgegengewirkt werden konnte. Vor allem die steigenden LNG-Importe sorgen für eine langsamere Leerung der Kohlelager.

Eine ähnliche Entwicklung zeigen die Notierungen am Erdölmarkt, wobei der Preis zur Wochenmitte auf knapp 87 $/bbl stieg, im Anschluss allerdings einem deutlichen Abwärtstrend folgt. Grund für den zwischenzeitlichen Anstieg der Preise war die Veröffentlichung der Zahlen der US-Lagerbestände für Rohöl, die eine Rückgang verzeichneten. Für den anschließenden Preisrückgang wird laut Analysten dann hauptsächlich der G7-Preisdeckel für russisches Öl genannt. Zudem hat Saudi-Arabien die Verkaufspreise für Öllieferungen nach Europa und die USA deutlich reduziert, um den Ersatz für russische Öllieferungen zu erleichtern.

PDF KOSTENLOS DOWNLOADEN


Ihr Ansprechpartner:

Selina Knuth

Kontakt

E-Mail schreiben
+49 7141 25878 - 130

WOLFF & MÜLLER ENERGY ist bundesweit Kooperationspartner der TÜV Rheinland Energy GmbH
WOLFF & MÜLLER ENERGY ist Mitglied im DIN e.V.
WOLFF & MÜLLER ENERGY Blau-Weißer Partner der Stuttgarter Kickers
WOLFF & MÜLLER ENERGY ist Energieeffizienz Experte für Förderprogramme des Bundes