WOLFF & MÜLLER ENERGY
KW 46/2022

TOP 1: Energiemärkte -
Aktuelle Entwicklungen am Strom- & Gasmarkt.

Entwicklung der Großhandelspreise für Strom an der EEX.
(Schlusskurs Base EEX German Power Future – Stand 09.11.2022)

Preis in €/MWh Entwicklung zur Vorwoche (16.11.2022)

Lieferjahr 2023: 320,03 ↓
Lieferjahr 2024: 243,29 ↑
Lieferjahr 2025: 175,50 ↑
Lieferjahr 2026: 142,38 ↑

Entwicklung der Großhandelspreise für Gas

(Schlusskurs EEX THE EGSI – Stand 09.11.2022)

Preis in €/MWh Entwicklung zur Vorwoche (16.11.2022):

Lieferjahr 2023: 124,70 ↑
Lieferjahr 2024: 101,81 ↓
Lieferjahr 2025: 71,34 ↓
Lieferjahr 2026: 42,90 ↓

Strom

Der Terminmarkt zeigt sich uneinheitlich. Nachdem die Informationen über eine bevorstehende Kältewelle sowie die politischen Verunsicherungen durch den Raketeneinschlag in Polen für steigende Preise gesorgt haben, zeigt sich das Cal-23 aktuell mit deutlichen Abgaben.

Grund hierfür sind hauptsächlich das schwächere Marktumfeld sowie Ankündigungen des französischen Energieunternehmens EDF, dass ab 2024 mit dem Bau neuer Atomreaktoren begonnen wird.

Die Lieferjahre Cal-24 bis Cal-27 konnten dagegen das stabile Preisniveau halten und liegen aktuell leicht über dem Preisniveau der Vorwoche.

Der Spot-Markt reagierte in der KW 45 überwiegend auf eine geringere Erneuerbaren-Einspeisung. So stiegen die Preise im Wochendurchschnitt um ca. 15 % im Vergleich zur Vorwoche.

Gas

Sehr volatil entwickelt sich aktuell auch der Terminmarkt im Gas. Nachdem in der KW 45 noch von einem milden Winter berichtet wurde und die Preise sich zunächst nach unten entwickelten, sorgten Berichte einer bevorstehenden Kältewelle für eine Gegenbewegung.

Für einen aktuellen Trend nach unten sorgen zudem die Nachrichten über die nahezu vollständig gefüllten Gasspeicher sowie die Einschätzung von Experten, dass Russland fast alle seine Gastrümpfe bereits ausgespeilt hat und die Versorgungslage nicht mehr drastisch verschlechtert werden kann.

Der kurzfristige Handel (Spot-Markt) reagierte in der KW 45 auf die Wetterprognosen, die einen verhältnismäßig milden Winter voraussagten. Der Wochendurchschnitt lag dadurch ca. 14 % unter dem der Vorwoche.

CO2-Emissionshandel

Die Emissionszertifikate befinden sich weiterhin in einer stark volatilen, jedoch weiterhin anhaltenden Korrekturphase – seit dem zwischenzeitlichen Hoch Ende Oktober hat der Dec-22-Kontrakt um ca. 10 % verloren.

Zusätzliches Abwärtspotential lässt sich u.a. aus dem Beschluss des EU-Parlaments ziehen, welches sich für eine vorzeitige Veräußerung von CO2-Zertifikaten zur Finanzierung europäischer Energieprojekte ausgesprochen hat. Für den 22. November sind diesbezüglich u.a. Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und dem EU-Ministerrat angesetzt.

Kohle und Erdöl

Die hohen und Lagerbestände an den europäischen Seehäfen sowie variierende Erwartungen an die wirtschaftlichen Entwicklungen im europäischen und globalen Kontext lasten weiterhin auf den Notierungen für das Jahr 2023. Des Weiteren scheinen sich die Substitutionseffekte am Kohlemarkt – zur Erinnerung: seit Mitte August existiert ein EU-Embargo auf russische Kohle – positiv auf die Preisbildung auszuwirken. Seit seinem Inkrafttreten hat der Preis für die Tonne um ca. 35 % verloren.

Der Erdölmarkt bewegt sich im Spannungsfeld einer perspektivisch lockererer geführten Corona-Politik im asiatischen Raum sowie nach unten angepassten Nachfragenerwartungen der OPEC auf Basis einer schwächelnden Weltwirtschaft – eine Tendenz auf Basis aktuell vorliegender Daten ist daher nur schwer möglich abzulesen.

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