WOLFF & MÜLLER ENERGY
KW 3/2023

TOP 1: Energiemärkte -
Aktuelle Entwicklungen am Strom- & Gasmarkt.

Entwicklung der Großhandelspreise für Strom an der EEX.
(Schlusskurs Base EEX German Power Future – Stand 17.01.2023)

Preis in €/MWh Entwicklung zur Vorwoche (10.01.2023)

Lieferjahr 2024: 167,21 ↓
Lieferjahr 2025: 134,70 ↓
Lieferjahr 2026: 119,65 ↓
Lieferjahr 2027: 113,73 ↓

Entwicklung der Großhandelspreise für Gas

(Schlusskurs EEX THE EGSI – Stand 17.01.2023)

Preis in €/MWh Entwicklung zur Vorwoche (10.01.2023):

Lieferjahr 2024: 63,79 ↓
Lieferjahr 2025: 51,75 ↓
Lieferjahr 2026: 40,15 ↓
Lieferjahr 2027: 39,57 ↓

Strom

Der Terminmarkt zeigte im Verlauf der KW 2 durch die Bank weg deutliche Abgaben. Die Kontrakte Cal-24 bis Cal-28 fielen durchschnittlich über 13%. Vor allem das schwache Marktumfeld Gas und Kohle sind hierfür verantwortlich. Zudem zeigt sich ein aktuell mäßiges Preisniveau an den asiatischen Energiemärkten.

Auch am Spotmarkt entwickelten sich die Preise im Vergleich zur Vorwoche in der KW 2 rückläufig. Neben den bereits genannten Gründen spielt hauptsächlich das für diese Jahreszeit milde Wetter eine große Rolle. Auch die steigende Verfügbarkeit von französischen Atomkraftwerken bietet ein steigendes Angebot am Markt und sorgt damit für Abwärtsimpulse am Markt.

Gas

Der Terminmarkt reagierte hauptsächlich auf die positiven Nachrichten, dass nach Berechnungen der Initiative Energien Speichern (INES), selbst bei einem vollständigen Ausfall russischer Gaslieferungen sowie geringeren LNG-Importen nach Deutschland, die Gasspeicher vor dem nächsten Winter wieder gefüllt sein können. Das Vertrauen in eine sichere Energieversorgung beruhigt den Energiemarkt in Deutschland.

Der Abwärtstrend setzt sich auch am Spotmarkt im Gas fort. Mit leichten Abgaben von ca. 4% im Vergleich zur Vorwoche reagiert dieser auf die weiterhin milden Temperaturen und der damit verbundenen geringeren Nachfrage nach Erdgas zum Heizen.

CO2-Emissionshandel

Am Zertifikatsmarkt hat die KW 2 nach einer sehr volatilen Bewegung auch mit leichten Abgaben geschlossen. Zum Wochenstart konnte der CO2-Preis zunächst in Folge der Wiederaufnahme der Auktionen deutlich zulegen. Durch das weiterhin milde und windige Wetter wird der Einsatz fossiler Kraftwerke allerdings limitiert, wodurch der CO2-Preis mit Abgaben reagierte.

Analysten zu Folge könnten sich die Preise durch die zu erwartete Belegung der Compliance-Käufe durch die Versorger vor dem Hintergrund der wieder angelaufenen Auktionen allerdings wieder stabilisieren. Zudem wird durch den Rückgang der Energiepreise und die damit verbundene Belebung der Industrieproduktion eine steigende Nachfrage nach CO2-Zertifikaten erwartet.

Kohle und Erdöl

Wenig Bewegung gab es im Verlauf der KW 2 am Kohlemarkt. Mit einem leichten Abwärtstrend und knapp unterhalb der Marke von 170 $/t schloss der Kohlemarkt die vergangene Woche. Belastet wird der Markt weiterhin von der schwachen Nachfrage aus China sowie die aktuell hohe Erneuerbaren-Einspeisung. Lediglich das begrenzte Angebot im asiatisch-pazifischen Raum hielt die Preise stabil.

Als einzig steigender Markt zeigt sich der Ölmarkt im Verlauf der KW 2 mit einem Plus von ca. 7%. Durch die Spekulationen um einen Höchstpreis für russische Ölprodukte entwickelten sich neue Sorgen über einen Rückgang des Angebotes am Markt. Zudem wird der Markt vom schwächeren US-Dollar sowie der steigenden Rohölnachfrage aus China gestützt.

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