WOLFF & MÜLLER ENERGY
KW 2/2023

TOP 1: Energiemärkte -
Aktuelle Entwicklungen am Strom- & Gasmarkt.

Entwicklung der Großhandelspreise für Strom an der EEX.
(Schlusskurs Base EEX German Power Future – Stand 10.01.2023)

Preis in €/MWh Entwicklung zur Vorwoche (03.01.2023)

Lieferjahr 2024: 193,96 ↓
Lieferjahr 2025: 146,67 ↓
Lieferjahr 2026: 130,17 ↓
Lieferjahr 2027: 121,78 ↓

Entwicklung der Großhandelspreise für Gas

(Schlusskurs EEX THE EGSI – Stand 10.01.2023)

Preis in €/MWh Entwicklung zur Vorwoche (03.01.2023):

Lieferjahr 2023: 74,19 ↓
Lieferjahr 2024: 60,74 ↓
Lieferjahr 2025: 44,77 ↓
Lieferjahr 2026: 40,89 ↓

Strom

Am Terminmarkt startete das neue Frontjahr Cal-24 mit einem deutlichen Abschwung in das neue Jahr und bewegt sich dabei das erste Mal seit Juli 2022 unter die Marke von 200 €/MWh. Grund hierfür ist vor allem das schwache Marktumfeld, welches hauptsächlich auf die milden Temperaturen zum Jahreswechsel reagiert. Die längerfristigen Kontrakte Cal-25 bis Cal-28 bleiben dagegen über die KW 1 weg sehr stabil.

Am Spotmarkt sind die Preise zum Jahresende aufgrund der geringen Nachfrage deutlich rücklaufend und lagen zum 31.12.2022 sogar leicht im negativen Bereich. Mit der steigenden Nachfrage haben die Preise im Day-Ahead in der KW 1 wieder angezogen liegen aber weiterhin deutlich unter dem Niveau des Dezembers 2022. Grund sind auch hier die überdurchschnittlichen Temperaturen zum Jahreswechsel sowie ein hohes Windaufkommen.

Gas

Auch im Gas zeigen sich im Terminmarkt die kurzfristigen Kontrakte Cal-24 sowie Cal-25 mit Abgaben im Verlauf der KW 1. Die milden Temperaturen sowie ein hohes Windaufkommen haben dabei die Nachfrage nach Strom aus Gaskraftwerken gedrückt. Zudem ist der deutsche Erdgasverbrauch seit Mitte Dezember deutlich gesunken und lag damit weit unter den Verbräuchen der Jahre 2018 bis 2021. Die geringere Nachfrage, zusammen mit den steigenden LNG-Importen, sorgen für gut gefüllte Gasspeicherstände und ein weiter sinkendes Risiko für eine Gasmangellage.

Anders als im Strom zeigte sich der Spotmarkt beim Gas in der neuen Woche günstiger als in der KW 52 des Jahres 2022. Grund hierfür sind auch hier die milden Temperaturen sowie die zunehmende Entspannung in Bezug auf eine Mangelsituation.

CO2-Emissionshandel

Auch am Zertifikatsmarkt haben die überdurchschnittlichen Temperaturen zusammen mit einer hohen Windstromproduktion für einen Rückgang der Preise gesorgt. In der KW 1 gab es zudem kaum Bewegung in politischen Themen, die den Markt stützen könnten.

Kohle und Erdöl

Deutliche Abgaben von ca. 10% gab es im Verlauf der KW 1 auch im Kohlemarkt. Grund hierfür sind die geringere Nachfrage zum Jahresbeginn, durch die Kohle-Lagerbestände an den wichtigen nordwesteuropäischen Häfen in Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen (ARA) auf ein 3-Monatshoch gestiegen ist. Frachtanalysten der DBX schätzen zudem, dass aufgrund von einer deutlich höheren Kohleförderung das Kraftwerkskohleangebot im weilweiten Seehandel im Januar im Jahresvergleich um ca. 46 % zunehmen könnte.

Mit vergleichbaren Abgaben von ca. 9% im Verlauf der KW 1 startete der Ölmarkt in das neue Jahr. Neben der üblichen geringeren Nachfrage zum Jahreswechsel, sorgen auch die sich verschlechternden Aussichten für die Weltwirtschaft sowie die weiterhin unsichere Corona-Situation in China für eine begrenzte Nachfrage.

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