WOLFF & MÜLLER ENERGY
Marktinformation 03/2024

Marktinformation -
Aktuelle Entwicklungen am Strom- & Gasmarkt.

Das Wichtigste im Februar in Kürze:

Hinweis: Ab sofort gibt es die Marktinformationen im Monats-Format. Es wird der jeweils endende Monat analysiert und ein Ausblick auf die kommenden Wochen gegeben.

Entwicklung der Großhandelspreise für Strom.
(Schlusskurs Peak EEX German Power Future –

Stand: KW 9, 29.02.2024

Preis in €/MWh Entwicklung zur KW 5 (01.02.2024)

Lieferjahr 2025: 84,82 ↓
Lieferjahr 2026: 78,42 ↓
Lieferjahr 2027: 74,03 ↓
Lieferjahr 2028: 72,75 ↓

Entwicklung der Großhandelspreise für Gas.
(Schlusskurs EEX THE EGSI –

Stand: KW 9, 29.02.2024

Preis in €/MWh Entwicklung zur KW 5 (01.02.2024)

Lieferjahr 2025: 30,159 ↓
Lieferjahr 2026: 29,055 ↓
Lieferjahr 2027: 27,647 ↓
Lieferjahr 2028: 27,193 ↓

Terminmarkt

Strom

Auch zu Beginn des Februars 2024 konnte der klare Abwärtstrend fortgesetzt werden, bis wir zum Ende der KW 8 eine Bodenbildung erreicht haben. Grund hierfür war weiterhin das günstige Marktumfeld, vor allem die fallenden Gas- und Kohlepreise. Diese zeigen Reaktionen auf die milden Temperaturen, die gut gefüllten Speicherstände sowie die aktuell schwache Wirtschaftslage. In Folge der günstigen Preissituation kam es nun allerdings zu einem erhöhten Kaufinteresse, begonnen beim CO2-Emissionshandel. Anschließend folgten das Marktumfeld und schließlich der Terminmarkt im Strom mit deutlichen Anstiegen.

Gas

Die Preisentwicklung am Terminmarkt im Gas verlief analog zum Marktumfeld mit einem Tiefpunkt Ende der KW 8 und einer deutlichen Gegenbewegung in der KW 9. Die bekannten Einflussfaktoren aus milden Temperaturen und guter Versorgungslage durch stetige Lieferungen aus Norwegen sowie gut gefüllter Gasspeicher sind weiterhin präsent, allerdings sorgen die günstigen Preise auch für eine erhöhte Nachfrage. Ein entscheidender Faktor für die Preisentwicklung ist die „Switching-Preisuntergrenze“ bei der Gaskraftwerke den Vorzug vor Kohlekraftwerke erhalten. Durch die Erreichung dieser Preisuntergrenze sorgt die Nachfrage zur Stromproduktion dafür, dass es keinen weiteren Preisverfall gibt. Das aktuelle Preisniveau kann dadurch, als Bodenbildung bezeichnet werden.

Spotmarkt

Strom

Der kurzfristige Handel (Day-Ahead) lag volumengewichtet über den Februar bei 61,39 €/MWh und damit 14,25 €/MWh unter dem Januar. Weiterhin zentrale Einflussfaktoren sind die milden Temperaturen sowie eine hohe Windeinspeisung im Februar. Zum Monatsende reagierte aber auch der Spotmarkt auf das Marktumfeld. Die zudem deutlich geringere Wind- und Solareinspeisung sorgte in KW 9 für einen deutlichen Anstieg auf 69,51 €/MWh im Vergleich zum volumengewichteten Durchschnittspreis der KW 8, welcher bei 56,95 €/MWh lag.

Gas

Beim Gas war die Reaktion des kurzfristigen Handels zum Ende des Monats nur moderat. Im Vergleich zum Vormonat lag der Day-Ahead im Februar um 4,42 €/MWh günstiger bei 26,09 €/MWh. Auch hier sorgen vor allem die Wetterbedingungen und die gut gefüllte Gasspeicher für eine bearishe Stimmung, da ein hohes Angebot bei gleichzeitig geringer Nachfrage für niedrige Preise sorgt.

Marktumfeld

CO2-Emissionshandel

Die CO2-Preise entwickelten sich im Gleichschritt mit dem Marktumfeld bis zum Ende der KW 8 mit einem deutlichen Abwärtstrend und erreichte beinahe die Marke von 50 €/t. In Folge der günstigen Preise kam es vermehrt zu Kaufinteresse und dadurch zu einer deutlichen Gegenbewegung. Händlern zu Folge gibt es keine fundamentalen Änderungen am Markt, die Käufe sind rein technischer Natur. Wahrscheinlich ist dadurch, dass sich der aktuelle Aufwärtstrend nur kurzfristig hält.

Marktwert Solar

Januar 2024: 7,535 ct/KWh (Quelle: Netztransparenz)

Kohle und Erdöl

Die Kohlepreise haben im Verlauf des Februars Tiefstpreise erreicht und lagen zwischenzeitlich deutlich unter der Marke von 90 $/t. Nach Aussage von Marktteilnehmern kam es zu einer Annäherung an die Produktionskosten von Exporteuren und damit an einen Preisboden. Im Verlauf der KW 9 kam es zu einer deutlichen Steigerung der Priese und die Marke von 100 $/t wurde wieder überschritten. Neben dem erhöhten Kaufinteresse aufgrund niedriger Preise und dem Einfluss des Marktumfeldes, kann die Entwicklung auch auf die Reduktion der Kohleimporte zurückgeführt werden. Die Kohlelager sind aufgrund geringer Nachfrage schon lange gut gefüllt, weshalb die Besitzer ihre Lager nun ausbluten lassen. Da die Nachfrage aber weiterhin nicht besonders hoch ist, halten sich weitere Zugewinne am Kohlemarkt in Grenzen.

Zum Start des Februars gaben die Ölpreise deutlich nach, was einerseits durch das Marktumfeld, andererseits durch die schwache US-Konjunktur bedingt wurde. Diesem Abwärtstrend folgte in der KW 6 allerdings direkt eine Gegenbewegung. Grund waren die Spannungen im Mittleren Osten sowie die Förderkürzungen der Opec+. Diese Versorgungsängste halten den Ölmarkt über den Februar hinweg auf stabilem Niveau, wodurch sich eine volatile Seitwärtsbewegung am Markt eingestellt hat.

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