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Energiemärkte, Gesetzgebung

02.03.2026

WME Marktinformation - März

Entwicklung der Großhandelspreise für Strom

(Schlusskurs Peak EEX GERMAN POWER FUTURE – Stand: KW 9, 26.02.2026)

Entwicklung der Großhandelspreise für Gas

(Schlusskurs EEX THE NATURAL GAS FUTURE – Stand: KW 9, 26.02.2026)

Preis in €/MWh Entwicklung zur KW 5 (30.01.2026)

Lieferjahre Preis in €/MWh
2027: 84,52 ⬇️
2028: 77,58 ⬇️
2029: 75,63 ⬇️
2030: 76,34 ⬆️

Preis in €/MWh Entwicklung zur KW 5 (30.01.2026)

Lieferjahre Preis in €/MWh
2027: 28,986 ⬆️
2028: 24,819 ⬇️
2029: 23,068 ⬇️
2030: 22,155 ⬇️

Terminmarkt

Strom

Der Stromterminmarkt zeigte sich im Februar zunächst fest, bevor es im weiteren Verlauf zu einer volatilen Seitwärtsbewegung kam. Im Durchschnitt der drei Frontjahre 2026–2028 liegt das Preisniveau weiterhin unter den Vergleichswerten der Jahresstarts 2025 und 2024 und bleibt damit aus Endabnehmersicht attraktiv.

Ein markanter Zeitpunkt war der Beginn der KW 8: Das Frontjahr erreichte infolge deutlich nachgebender CO₂-Notierungen ein 2-Jahrestief. Der Rückgang bei den Emissionszertifikaten wirkte unmittelbar kostendämpfend auf die fossile Erzeugung und setzte den Terminmarkt entsprechend unter Druck. In der Folge stabilisierten sich die Notierungen jedoch wieder. Der Frontjahreseffekt bleibt sichtbar: Cal-2027 reagiert sensibel auf Marktimpulse, Cal-2028 folgt moderat. Die weiter hinten liegenden Jahre Cal-2029 und Cal-2030 zeigen sich stabil bis leicht rückläufig und bieten weiterhin interessante Perspektiven für langfristige Absicherungen.

EEX GERMAN POWER FUTURE, Peak[€/MWh]

Future Cal-27 Cal-28 Cal-29 Cal-30 Cal-31
30.01.2026 89,39 82,33 78,91 78,68 78,08
26.02.2026 84,52 77,58 75,63 76,34 76,14
Veränderung (prozentual) −5,45 % −5,77 % −4,17 % −2,97 % −2,48 %

Gas

Das für Letztverbraucher attraktive Preisumfeld setzt sich auch im Februar am Gas-Terminmarkt fort. Das Jahr 2026 startet weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau im Mittel der drei Frontjahre und bleibt damit deutlich unter den Preisniveaus der Jahresanfänge 2025 und 2024 – ein positives Signal für langfristige Beschaffungszeiträume. Die insgesamt solide LNG-Verfügbarkeit sowie eine entspannte Versorgungslage wirkten weiterhin preisdämpfend.

Im Monatsverlauf zeigte sich das Frontjahr Cal-2027 zunächst fester, bevor es – analog zum Strommarkt – zu einer Korrektur kam. Am 16.02. wurde infolge deutlich nachgebender CO₂-Preise ein 2-Jahrestief im Frontjahr markiert. Neben dem Einfluss der Emissionszertifikate wirkten eine stabile Speicher- und Importlage zusätzlich entlastend. In der Folge stabilisierten sich die Notierungen wieder und gingen in eine volatile Seitwärtsbewegung über. Die Lieferjahre Cal-2028 bis Cal-2030 zeigen sich weiterhin vergleichsweise stabil mit leicht abwärtsgerichteter Tendenz und reagieren deutlich weniger sensibel auf kurzfristige Fundamentaldaten. Die jahreszeitlich übliche Gasnachfrage bewegt sich insgesamt im Normbereich.

Gasspeicher-Füllstand am 25.02.2026: 20,46 % – Veränderung zum Vorberichtszeitpunkt: - 40,56 % (28.01.2026)

EEX THE EGSI Natural Gas Future [€/MWh]

Future Cal-27 Cal-28 Cal-29 Cal-30 Cal-31
30.01.2026 29,495 25,603 23,883 23,588 23,833
26.02.2026 28,986 24,819 23,068 22,155 23,046
Veränderung (prozentual) −1,72 % −3,06 % −3,41 % −6,06 % −3,30 %

Spotmarkt

Strom

Der Strom-Spotmarkt präsentierte sich im Februar zunächst mit erhöhtem Preisniveau, bevor im weiteren Monatsverlauf eine volatile Seitwärtsbewegung einsetzte. Im arithmetischen Mittel lag der Day-Ahead bei 98,18 €/MWh und blieb damit gute 10% unter den Werten des Januars.

Ein markanter Zeitraum war ebenfalls der Beginn der KW 8: Deutlich nachgebende CO₂-Notierungen wirkten unmittelbar preisdämpfend auf die kurzfristigen Grenzkosten fossiler Kraftwerke. Da insbesondere Gas- und Kohlekraftwerke regelmäßig preissetzend im Spotmarkt sind, führte der Rückgang der Emissionszertifikate kurzfristig zu sinkenden Day-Ahead-Preisen.

Im weiteren Verlauf stabilisierten sich die Spotpreise wieder, gestützt durch wetterbedingte Schwankungen bei Wind- und PV-Einspeisung sowie zeitweise erhöhte Residuallast. Insgesamt bleibt der Spotmarkt stark fundamental getrieben.

Für Endabnehmer bedeutet das aktuelle Umfeld weiterhin ein hohes Maß an kurzfristiger Preisdynamik, zugleich aber auch Opportunitäten bei flexibler Beschaffung oder strukturierten Spotmarktstrategien.

EPEX Spot [€/MWh]

Future Februar/Januar
30.01.2026 110,09
26.02.2026 98,18
Veränderung (prozentual) −10,82 %

Gas

Nach einem durchgehend ansteigenden Preisniveau am Day-Ahead bis Mitte des Februars, folgte auch hier mit der KW 8 ein Rückgang der Preise. Insgesamt notierte der Monat Februar im arithmetischen Mittel fast auf dem gleichen Niveau wie der Vormonat.

Vor allem die milden Temperaturprognosen sowie LNG-Importströme wirkten preisdämpfend. Eine verringerte Heiznachfrage führt unweigerlich zu reduziertem Beschaffungsdruck und rückläufigen Spotpreisen.

Wichtig für die weiteren Entwicklungen bleiben die Temperatur- und Wetterprognosen, Speicherfüllstand, LNG-Verfügbarkeit sowie die geopolitischen Entwicklungen.

EPEX Spot [€/MWh]

Future Februar/Januar
30.01.2026 35,82
26.02.2026 35,60
Veränderung (prozentual) −0,62 %

Marktumfeld

CO2-Emissionshandel

CO2-Preis fällt auf Neun-Monats-Tief und wieder unter die Strompreise

Am CO2-Markt ging es bis zur KW 8 steil abwärts. Die CO2-Preise erreichten den niedrigsten Stand seit neun Monaten. Der EUA-Kontrakt Dezember 2026 notierte zwischenzeitlich bei 69,06 €/t– ein Rückgang um 26% seit dem Erreichen des Hochs von 93,80 €/t Mitte Januar. Die Preisentwicklung am CO2-Markt ging abwärts, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz Änderungswünsche am europäischen Emissionshandel angedeutet hatte, wonach Europa „sehr offen sein sollte, das EU-ETS zu überarbeiten oder zumindest zu verschieben”, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu stärken. Zum Ende des Februars stabilisierten sich die CO2-Preise auf einem Preisniveau oberhalb der 70 €-Marke.

Kohle und Erdöl

Am Kohlemarkt setzte sich der Aufwärtstrend weiter fort. Die Lage am Kohlemarkt ist aktuell überkauft. Zum Ende der KW 8 wurde ein Hoch von 113,35 $/t erreicht, was zuletzt im August 2025 erreicht wurde. Eis in der Ostsee brachte die russischen Exporte aus der Region zum Erliegen und damit erhöhte die Aussicht auf einen verschärften globalen Wettbewerb um die Versorgung.

Am Ölmarkt ging es überwiegend volatil seitwärts, allerdings zeigt sich auch hier ein durchgehender Aufwärtstrend. Geopolitische Risiken bleiben das Hauptthema, vor allem der Konflikt zwischen den USA und Iran, sowie zwischen der Ukraine und Russland. Seit Wochen kommt es zu Unterbrechungen der russischen Öllieferungen durch die Ukraine in die Slowakei und nach Ungarn.

Marktwerte

2025/2026 Oktober November Dezember Januar
Solar 6,980 ct/kWh 9,102 ct/kWh 9,373 ct/kWh 11,019 ct/kWh
Wind (Onshore) 5,579 ct/kWh 8,930 ct/kWh 8,349 ct/kWh 9,536 ct/kWh
EU-ETS - EEX - EUA Future [€/t] Kohle – ICE – Coal API2 [$/t] Erdöl - ICE - Brent Crude [$/bbl]
Future Dec-26 Mar / Apr-26 Dec-26
30.01.2026 81,26 102,60 66,02
26.02.2026 70,99 106,10 67,69
Veränderung (prozentual) -12,64% 3,41% 2,53%

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