WME Marktinformation - Dezember
Entwicklung der Großhandelspreise für Strom
(Schlusskurs Peak EEX GERMAN POWER FUTURE – Stand: KW 49, 28.11.2025)
Entwicklung der Großhandelspreise für Gas
(Schlusskurs EEX THE NATURAL GAS FUTURE – Stand: KW 49, 28.11.2025)
Preis in €/MWh Entwicklung zur KW 44 (30.10.2025)
| Lieferjahre | Preis in €/MWh | |
|---|---|---|
| 2026: | 91,58 | ⬇️ |
| 2027: | 91,60 | ⬆️ |
| 2028: | 87,19 | ⬆️ |
| 2029: | 82,63 | ⬆️ |
Preis in €/MWh Entwicklung zur KW 44 (30.10.2025)
| Lieferjahre | Preis in €/MWh | |
|---|---|---|
| 2026: | 29,592 | ⬇️ |
| 2027: | 28,117 | ⬇️ |
| 2028: | 26,021 | ⬇️ |
| 2029: | 24,573 | ⬇️ |
Terminmarkt
Strom
Der Stromterminmarkt zeigte sich in der ersten Hälfte des Novembers insgesamt fest und erreichte durch eine Kombination aus kälterem Wetter, höherer Grundlast und geringer Windstromerzeugung ein Viermonatshoch. Der Energiekomplex wurde maßgeblich durch steigende Brennstoff- und CO₂-Kosten gestützt, wodurch sich der Markt auf einem höheren Preisniveau stabilisierte. Zusätzlich sorgten politische Signale insbesondere die Aussicht auf einen möglichen Industriestrompreis ab 2026 für leicht erhöhte Nachfrage im Terminbereich und unterstützten die Preisentwicklung. In der zweiten Novemberhälfte bewegten sich die Preise seitwärts. Die hohe Verfügbarkeit französischer Kernkraftwerke, mildere Temperaturen sowie wechselhafte Einspeisung aus erneuerbaren Energien wirkten dämpfend. In der letzten Novemberwoche führte ein fester CO₂- und Gasmarkt zu einer wieder abwärtsgerichteten Entwicklung, welche jedoch zum Wochenende nochmal eine nach oben gerichtete Korrektur erlebte. Insgesamt bleibt der Ausblick für den Terminmarkt jedoch moderat bullish, da tendenziell von niedrigen Erneuerbaren-Einspeisebeiträgen und einem steigendem Heizbedarf im Winter ausgegangen wird.
EEX GERMAN POWER FUTURE, Peak[€/MWh]
| Future | Cal-26 | Cal-27 | Cal-28 | Cal-29 | Cal-30 |
|---|---|---|---|---|---|
| 30.10.2025 | 92,42 | 90,20 | 84,75 | 80,30 | 78,73 |
| 28.11.2025 | 91,58 | 91,60 | 87,19 | 82,63 | 81,36 |
| Veränderung (prozentual) | -0,91% | +1,55% | +2,88% | +2,90% | +3,34% |
Gas
Der Gasmarkt zeigte im November ein komplexes Bild aus wettergetriebenen Aufwärtsbewegungen und strukturell bearishen Signalen. Trotz hoher Speicherstände zogen die Preise zu Monatsbeginn aufgrund des Temperaturabschwungs und steigender Nachfrage an. LNG-Ankünfte blieben stabil, wurden jedoch teilweise durch wetterbedingte Verzögerungen beeinflusst. Zur Monatsmitte bewegten sich die Gaspreise zunächst volatil seitwärts. Eine robuste Versorgung aus Norwegen, hohe LNG-Verfügbarkeit und schwache chinesische Nachfrage dämpften die Preisentwicklung deutlich, sodass sich die Preisentwicklung zum Monatsende hin, abwärts entwickelte. Hohe LNG-Verfügbarkeit, Friedensgespräche und schwache Ölpreise belasteten die langfristige Gaspreiskurve zusätzlich. Die europäischen Gasspeicher waren nur moderat gefüllt und deutlich schwächer als im Vorjahr. Ein sehr kalter Winter könnte nach aktuellen Berechnungen zu Engpässen bereits ab Mitte Januar führen. Entsprechend bleibt der Ausblick kurzzeitig volatil, strukturell jedoch bearish, solange Angebot und LNG-Verfügbarkeit hoch bleiben und die Nachfrage weiterhin verhalten bleibt.
Gasspeicher-Füllstand am 29.11.2025: 75,75 % – Veränderung zum Vormonat Oktober: - 8,54 %
EEX THE EGSI Natural Gas Future [€/MWh]
| Future | Cal-26 | Cal-27 | Cal-28 | Cal-29 | Cal-30 |
|---|---|---|---|---|---|
| 30.10.2025 | 31,924 | 30,204 | 27,483 | 25,696 | 24,713 |
| 28.11.2025 | 29,592 | 28,117 | 26,021 | 24,573 | 24,100 |
| Veränderung (prozentual) | -7,30% | - 6,90% | - 5,32% | - 4,37% | - 2,48% |
Spotmarkt
Strom
Am Spotmarkt zeigte sich der November durch ausgeprägte Volatilität. Zu Monatsbeginn stiegen die Preise deutlich an, getrieben durch niedrige Windstromerzeugung und kältere Temperaturen. Die geringe Einspeisung erneuerbarer Energien führte zu verstärktem Einsatz teurer thermischer Kraftwerke und damit zu höheren kurzfristigen Preisen. Zur Monatsmitte hin blieb der Spotmarkt volatil, da schwankende Beiträge aus den Erneuerbaren Energien und milde Temperaturen zu unruhigen Preisverläufen führten. Eine ausgeprägte Dunkelflaute in der letzten Woche des Novembers führte zu einem Day-Ahead-Preis von 220,52 EUR/MWh, einem der höchsten Werte des Jahres, der 2025 nur zweimal zuvor überschritten wurde. Ab Donnerstag stiegen die erneuerbaren Einspeisemengen wieder, wodurch die Spotpreise zum Monatsende hin merklich nachgaben.
EPEX Spot [€/MWh]
| Future | Oktober / November |
|---|---|
| 30.10.2025 | 82,47 |
| 28.11.2025 | 103,17 |
| Veränderung (prozentual) | +25,10% |
Gas
Der Gasspotmarkt zeigte im November ebenfalls stark volatil. Trotz hoher Speicherstände reagierten die kurzfristigen Preise sensibel auf Wetterumschwünge, LNG-Verfügbarkeit und geopolitische Signale. Während die Preise in KW 47 seitwärts tendierten, dominierten ab KW 48 mildes Wetter, hohe LNG-Zuflüsse und Friedensgespräche das Marktgeschehen, was zu einem deutlichen Abwärtstrend führte. Gleichzeitig ist der Markt aufgrund moderat gefüllter Speicher in Kombination mit winterlichen Risiken weiterhin anfällig für kurzfristige Preissprünge.
EPEX Spot [€/MWh]
| Future | Oktober / November |
|---|---|
| 30.10.2025 | 32,80 |
| 28.11.2025 | 32,09 |
| Veränderung (prozentual) | - 2,16% |
Marktumfeld
CO2-Emissionshandel
Der CO₂-Markt zeigte im November einen volatilen Seitwärtstrend auf höherem Niveau. Zunächst stiegen die Preise moderat aufgrund kälterer Temperaturen und geringerer Auktionsmengen. Diskussionen über strengere EU-Klimaziele sorgten zusätzlich für Sensitivität. In der KW 47 fielen die CO₂-Preise kurzzeitig unter die 80 EUR/t-Marke, während die Netto-Longpositionen spekulativer Anleger weiter anstiegen und die strukturelle Bullishness des Marktes unterstrichen. Die erwarteten Angebotsverknappungen im Rahmen von EU-ETS-2 bleiben ein langfristiger Preistreiber, ebenso wie die Einführung eines Industriestrompreises, der zu höherer Nachfrage führen könnte. In der KW 48 bewegte sich der CO₂-Markt erneut volatil seitwärts. Mildes Wetter sowie Druck aus Gas- und Strommärkten führten zu kurzfristigen Abgaben, während geopolitische Entwicklungen, insbesondere die Russland–Ukraine-Friedensverhandlungen das Sentiment zusätzlich beeinflussten. Insgesamt betrachtet, konnte der CO2-Markt um 5,70% gegenüber dem Vormonat Oktober zulegen.
Monatsmarktwerte (MW)
| 2025 | Juli | August | September | Oktober |
|---|---|---|---|---|
| Solar | 5,923 ct/kWh | 3,832 ct/kWh | 4,307 ct/kWh | 6,980 ct/kWh |
| Wind (Onshore) | 8,294 ct/kWh | 6,824 ct/kWh | 6,267 ct/kWh | 5,579 ct/kWh |
Kohle und Erdöl
Der Kohlemarkt entwickelte sich im November überwiegend seitwärts bis abwärts. Schwache Nachfrage aufgrund milder Temperaturen und eine zunehmende Verdrängung durch Gas und erneuerbare Energien im europäischen Strommix setzten die Preise unter Druck.
Ab KW 48 fielen europäische Kohlepreise weiter, nachdem das konkurrierende Gasangebot hoch blieb. Die Lagerbestände der ARA-Terminals gingen auf ein Sechswochentief von 3,3 Mio. t zurück, was die Angebotsseite leicht stabilisierte.
Der Ölmarkt bewegte sich über den Monat hinweg volatil seitwärts bis abwärts. Fortschritte bei Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine führten zu der Erwartung höherer russischer Exporte und erhöhtem globalen Angebot, was die Preise drückte.
Der Markt reagierte zusätzlich auf hohe US-Lagerbestände sowie wachsende Sorgen über einen Angebotsüberschuss im Jahr 2026. Mit Blick auf die OPEC+-Vollversammlung am 30. November blieb die Preisentwicklung schwankungsanfällig. Langfristig erwarten einige Marktanalysten wie bspw. Goldman Sachs dennoch eine steigende Ölnachfrage bis 2040, getrieben durch einen global wachsenden Energiebedarf und weiterhin langsame Fortschritte bei emissionsarmen Technologien.
| EU-ETS - EEX - EUA Future [€/t] | Kohle – ICE – Coal API2 [$/t] | Erdöl - ICE - Brent Crude [$/bbl] | |
|---|---|---|---|
| Future | Dec-25 | Dec-25 | Dec-25 |
| 30.10.2025 | 78,69 | 100,45 | 63,75 |
| 28.11.2025 | 83,25 | 98,65 | 61,63 |
| Veränderung (prozentual) | +5,79% % | -1,79% | -3,33% |
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