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Energieeffizienz, Energiemärkte, Fördermittel, Gesetzgebung

01.10.2025

Aktuelle Marktsituation

Geopolitische Entwicklungen sind marktbestimmend:
Der seit 2022 bestimmende Ukraine-Krieg hatte zuletzt geringere Auswirkungen, da Deutschland seine Diversifizierungsstrategie fortsetzte, um sich von fossilen Importen – insbesondere aus Russland – zu lösen. Der Nahostkonflikt sorgte dagegen gerade im Frühjahr für große Unsicherheiten an den Gas- und Ölmärkten weltweit. Doch nicht nur bewaffnete Konflikte wirken sich im Jahr 2025 auf die Märkte aus. Die Eskalation von Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China führte ebenfalls zu Unsicherheiten bei langfristigen Stromerzeugungsprojekten, insbesondere den Solar- und Batterielieferketten, denn die Energieautarkie wird zukünftig einen immer größeren Stellenwert einnehmen. Handelsstreitigkeiten seitens den USA wurden in den Folgemonaten auf Europa ausgeweitet, was sowohl auf die Konjunktur Einfluss nehmen kann als auch Auswirkungen auf die Märkte hat, da sich energieintensive Branchen nur langsam erholen und die Nachfrage gedämpft wird. Wie relevant die Netzinfrastruktur für die Strom- und Gasversorgung ist, zeigte sich in den vergangenen Monaten mehrmals. Kurzfristige Dunkelflauten im winterlichen Deutschland und ein großflächiger Stromausfall Ende April in Spanien und Portugal zeigten die Verwundbarkeit europäischer Stromnetze, was Forderungen nach robusteren Backup-Infrastrukturen in Europa und im Inland befeuerte. Zur Jahresmitte bewegten sich die Märkte auf ähnlichem Niveau wie zu Jahresbeginn 2025. Geprägt wird die Entwicklung durch die Überproduktion der erneuerbaren Energien, vor allem Wind- und Sonnenproduktion, in den Sommermonaten. Parallel laufende logistische Einflussfaktoren wie geringe Flusspegelstände im Sommer mit Einfluss auf Kohletransporte und AKW-Kühlung. Netzflexibilität und -stabilität befeuern die Volatilität gerade an den kurzfristigen Märkten für die kommenden Entwicklungen.

Einflussfaktoren für das zweite Halbjahr 2025
Im zweiten Halbjahr 2025 werden verschiedene Einflussfaktoren die Märkte der kurz- und langfristigen Energiebeschaffung prägen. Bereits mit Blick auf den August zeichnet sich ab, dass der Umgang mit den Gasspeicherfüllständen erhebliche Auswirkungen auf das gesamte Marktumfeld haben wird. Zudem sorgen politische Maßnahmen weiterhin für Unsicherheit – hierbei insbesondere in Bezug auf Vertragsabschlüsse. Dazu zählen unter anderem die finalen Regelungen der Bundesregierung zur Senkung der Stromkosten. Noch ist unklar, in welchem Umfang der diskutierte Industriestrompreis umgesetzt wird. Trotz nicht final geklärter Reduktion der Stromsteuer senden die geplanten Maßnahmen ein politisches Signal zur Absicherung der Industriestandorte. Auf europäischer Ebene gewinnen zudem internationale Handelsabkommen zunehmend an Bedeutung und auch die Weiterentwicklung der EU-Bilanzkreismodelle spielt eine wichtige Rolle für die zukünftige Marktstruktur. Langfristig ist weiterhin die Weichenstellung im Bereich Wasserstoff entscheidend: Die nationale Wasserstoffstrategie zielt dabei auf den Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft in enger internationaler Kooperation. Bis spätestens 2027 sollen zudem sämtliche Lieferverträge für russisches Gas auf europäischer Ebene beendet werden. Ein weiteres zentrales Thema bleibt die Netzstabilität. Der zunehmende Anteil erneuerbarer Energien erfordert eine durchdachte Stromspeicherstrategie. Großspeicher, an strategisch wichtigen Netzpunkten, sollen künftig Schwankungen ausgleichen und die Versorgungssicherheit stärken. Vor diesem Hintergrund wird der Autarkiegedanke weiter in den Fokus gerückt. Ziel ist es, die wirtschaftliche Abhängigkeit von volatilen Märkten, geopolitischen Ereignissen, Preisgestaltungen sowie die Auswirkungen von Netzschwankungen so gering wie möglich zu halten. Wo auch immer sich Chancen zur Optimierung und Individualisierung von Beschaffungsvorhaben ergeben, gilt es, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und Risiken sorgfältig abzuwägen. Wir unterstützen Sie dabei gerne.

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Telefon +49 7141 25878 – 0
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